Shanty-Chor

im YCWA

Manchmal sind es merkwürdige Anlässe, die zum Werden eines Chores führen. Beim Yachtclub, der schon viele Jahre am Möhnesee seinen Heimathafen hatte, war es der Anlass eines Stegfestes, als Clubmitglieder, auf Strohballen sitzend, die ersten Seemannslieder und Shanties sangen.

Paul Klysch begleitete mit seinem Akkordeon und animierte zum Gesang. Schnell merkte man aber auch, dass man im Text nur selten über die erste Strophe hinaus kam. Aber das Interesse war geweckt, was dann bald zur Bildung eines Chores führte. Anfängliche Beweggründe und Zielsetzungen waren:

Aber mit der Zeit wurde der Wirkungskreis größer. Es folgten Teilnahmen bei musikalischen Veranstaltungen, zunächst im Bereich des Möhnesees, bei befreundeten Segelclubs, später beim Singen auf Weihnachtsmärkten, bei privaten Feiern. Das Repertoire wurde langsam erweitert. Feste Probetermine wurden eingeführt. So kam man bald zu einem abendfüllenden Programm.

Je häufiger in der Öffentlichkeit aufgetreten wurde, desto öfter wurden die Fragen gestellt:

Das Shanty ist im Gegensatz zum gängigen Seemannslied ursprünglich ein zweckgerichtetes Arbeitslied. Arbeitsrhythmen und notwendige Arbeitsabläufe an Bord der Segelschiffe bestimmten seine musikalische Form und seinen Textinhalt. Der Shanty-Man und die schuftende Crew sangen im Wechsel beim Ankerlichten, wenn die Segel gesetzt wurden, man an den Pumpen schwitzte oder mit einem Ruck die Taue straffte. Arbeitsdisziplin beim seemännischen Manöver und Auflockerung der Monotonie der harten Arbeit an Bord waren Zweck dieser ausgesungenen Rufe.

Wenn wir uns im Yachtclub Westfalia Arnsberg "Shanty-Men" nennen und unsere Lieder singen, sind wir damit einer alten Tradition der christlichen Seefahrt verpflichtet.

Dieses kommt insbesondere durch die "Live-Darbietung" zum Ausdruck. Die jeweiligen Vorsänger und auch der Chor werden nur vom Akkordeon begleitet.

Über viele Jahre leitete und prägte Paul Klysch den Chor. Die Aufgaben und Auftritte bei den verschiedensten Veranstaltungen, insbesondere aber die Konzerte im Kursaal in Bad Sassendorf, prägten den Chor mit seiner inzwischen bei jedem Auftritt gesungenen Erkennungsmelodie "Volldampf voraus", die auch im "Logo" dargestellt wird.

Fast alle Mitglieder des Chores sind Segler, die neben der Aktivität am Möhnesee auch Ostsee, Nordsee, das westliche Mittelmeer und die Ägäis befahren. Sie wissen also wovon sie singen und erzählen nicht nur "Seemannsgarn". Im Mai 2001 feierte der Chor sein 20-jähriges Bestehen.

Mit Beginn des Jahres 2002 gab es einen Wechsel in der Chorleitung. Gudrun Fries übernahm den Chor und führte ihn in der bekannten Tradition weiter. Sie hat es verstanden, sich mit ihrem Können bei den gestandenen Sängern Respekt zu verschaffen. Das Repertoire wird laufend erweitert und aktualisiert. Ca. 100 Titel verschiedenster Couleur hat der Chor in seinem Notenbestand und fast alle Titel sind schon erprobt und können dem Auftritt entsprechend ausgewählt werden.

Von dem zurzeit 20 Mann starken Chor können rund die Hälfte als Vorsänger auftreten. Das macht den Gesang für das Publikum abwechslungsreich und interessant. Der Chor wechselt sich im Gesang mit Einzelsolisten und Duos ab. Im Wesentlichen wird nur vom Akkordeon begleitet oder aber mit der Mundharmonika untermalt.

Bei dem großen Einzugsbereich des Chores, mit Sängern aus Dortmund, Lünen, Hamm, Büren, Möhnesee und Arnsberg ist das persönliche Engagement besonders hoch.

Seit einigen Jahren ist Klaus Pensing, aus den Reihen der Chormitglieder gewählt, als Manager für die gesamte Organisation zuständig. Alle organisatorischen und geschäftlichen Aufgaben werden von ihm erledigt.

Sollte sich jemand als zukünftiger Sänger für den Chor interessieren, dann sollte er nicht zögern und bald mit uns Kontakt aufnehmen.




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